Geschichte

1834

In diesem Jahr wurde die erste deutsche Baptistengemeinde ?aus der Taufe gehoben?. Initiator war Johann Gerhard Oncken. Er arbeitete in Hamburg als Vertreter einer Bibelgesellschaft. Über dem Bibellesen kam er zu der Überzeugung, dass nicht die Säuglingstaufe biblisch ist, sondern nur die Taufe von Menschen, die an Jesus Christus gläubig geworden sind.

Gesagt ? getan! So entstand die Gemeinde. Nicht lange nach der Gründung musste Oncken und seine Mitarbeiter in den Untergrund gehen, weil sie von den Behörden gesucht wurden. Oncken verbreitete fleißig weiter die Bibel, so dass der Chef der Bibelgesellschaft fragte: Was macht der Mensch mit den Bibeln? Frisst er sie? Für uns heute ist die Bibel immer noch das wichtigste Buch.


1840

gründet der Bayreuther Schneidergeselle Johann Knauer die erste Baptistengemeinde im Königreich Bayern ? und zwar hier in Bayreuth. Er hat während seiner Wanderschaft in Hamburg zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gefunden. Er verteilt religiöse Schriften und beginnt eine Stubenversammlung in der jetzigen Jean-Paul-Strasse 9.

Die junge Gemeinde sieht sich bald starken Repressionen ausgesetzt, so dass sie gezwungen ist, eine Existenz im Untergrund zu führen. Einzelne Mitglieder kommen in Polizeiarrest.

1848

Revolution Baptisten wird Versammlungsfreiheit zugesichert.

1852

Gottesdienst wird polizeilich aufgelöst und im Wald fortgesetzt. Denkschrift an den bayerischen König mit Bitte um Versammlungsfreiheit. Ablehnungsbescheid des Innenministeriums.

1854

Anerkennungsgesuch der als Privat-Kirchen-Gesellschaft vom bayerischen König abgelehnt.

Ab 1871

Versammlungen in der Spitalgasse 8.

1876

Erste Bayreuther Festspiele; mit der Gemeinde geht es bergauf!

1885

Neue Versammlungsort ?Münzmühle? (Ecke Münzgasse/Opernstraße).

1890

Die Gemeinde kauft ein Grundstück für 18.000 Mark: - Friedrichstraße 24?. Der Bau der neuen Kapelle kostet 3760 Mark.

1899

Bayreuth wird selbstständig Gemeinde und betreut die junge Baptistengemeinde in München.

1905

Erste Allianzgebetswoche in Bayreuth.

1924

Die Zweiggemeinde Nürnberg wird selbstständig, 1925/26 die Gemeinde Würzburg.

1923

In diesem Inflationsjahr hat die Gemeinde einen Überschuss von 14 Milliarden Mark in der Gemeindekasse!

Nach 1945

Hauskreise in Kulmbach und in Weiden; Evangelisation in Gollenbach.

1961

An- und Neubau des Gemeindehauses

1984

Der Gemeindebrief "Spiegelbilder" wird eingeführt.

1989

Die Gemeinde öffnet ihre Türen für DDR-Besucher: 300 Kilo Bananen und die ?Gute Nachricht?.

1990

Die Gemeinde erwirbt das sog. "Bäckerhaus" (Moritzhöfen 1), das in den folgenden Jahren zu einem Studentenwohnheim ausgebaut wird.

2010

Die Gemeinde feiert den 170. Geburtstag!

2012

Die Gemeinde hat zeitweise 40 Iranische Flüchtlinge im Gottesdienst. Die Predigt wird auf Farsi übersetzt.

2015

Die Gemeinde feiert das 175. Jubiläum.

2016

Für 8 Missionare sind wir sendende Gemeinde.

2017

Das Bäckerhaus wird nach 27 Jahren Betrieb wieder verkauft.

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